Donnerstag, 15. Juni 2017

Zeit sparen bei der Wäsche

Die Wäsche ist ein leidiges Thema. Es hat immer schutzige Wäsche. Es hört niemals auf. Doch auch da kann Zeit eingespart werden. Von meinem Wäsche-Sortiersystem habe ich ja schon erzählt. Auch wie die Socken ohne viel Aufwand trocknen, war schon das Thema. Nun geht es noch um die Bügelwäsche. Da kann sehr viel Zeit gespart werden. Und zwar indem gar nicht gebügelt wird. Wenn T-Shirts und auch Bettwäsche zum Trocknen anständig aufgehängt werden und nach dem Abnehmen sofort gefaltet werden, so kann man sich das Bügeln sparen. Mir stehen die Haare zu Berge wenn ich von Hausfrauen höre, die selbst noch die Unterwäsche bügeln. Gut, wer es gerne macht und Bügeln sozusagen als Hobby hat, der darf natürlich gerne. Ich bügle nicht gerne. Deshalb vermeide ich es möglichst. Gebügelt werden nur noch Küchentücher und Hemden, ab und zu mal eine Bluse von mir.  Wobei es da auch so tolle Knitterblusen gibt...

Auch beim Thema Bügeln ist es hilfreich sich zu fragen: Warum bügle ich dieses oder jenes? Einfach weil es meine Mutter und Grossmutter so gemacht haben? Habe ich es automatisch übernommen? Finde ich es wirklich notwendig? Was geschieht, wenn dieses Kleidungsstück ungebügelt in den Schrank wandert?

Körbe voller ungefalteter Wäsche sind ein Stressfaktor. Sie stehen rum und lösen ein schlechtes Gewissen aus. Nebst der Tatsache, dass die Wäsche dann auch wieder zerknittert ist. Da gibt es nur ein Rezept: Immer sofort - direkt von der Leine (oder vom Tumbler) - falten und wegräumen. Am besten einen Waschtag einrichten. Da wird möglichst alles gewaschen und auch die Zeit fürs Falten eingerechnet. Dann ist die Wäsche für den Rest der Woche erledigt. Es müssen höchstens noch ein paar Hemden gebügelt werden. Das geht ja super zur Lieblingssendung im Fernsehen.


Dienstag, 9. Mai 2017

Aufräumen mit Kindern

Bleiben wir doch noch mal bei den Kindern. Kennt ihr auch die nie enden wollenden Aufräum-Nachmittage? Das Kind mag schon lange nicht mehr aufräumen, die Nerven der Mutter (oder des Vaters) liegen blank und im Zimmer herrscht immer noch Chaos... Doch auch die Kinder können lernen, dass wenn sie jeden Tag ein kleines bisschen Aufräumen, die mühsamen Aufräumstunden wegfallen. Schon nur jeden Tag fünf Minuten Investition verhindert das absolute Chaos! Das gilt bei den Kindern genauso wie bei den Erwachsenen. Wann und wie das am besten klappt, ist von Familie zu Familie total unterschiedlich und hängt nicht zuletzt auch vom Alter der Kinder ab.

Unsere Kids werden morgens immer wieder aufgefordert, in ihrem Zimmer "die Runde" zu machen. Das enthält: Vorhänge und Fenster öffnen, Licht löschen, Bett machen, schmutzige Wäsche entsorgen und 3 Minuten Aufräumen. Das ist schnell gemacht (theoretisch) und der Nutzen ist gross. Zugegeben, während der Schulzeit klappt das oft nicht. Aber ich bin schon froh, wenn es in den Ferien und am Wochenende funktioniert. Auch die frisch gewaschenen Kleider versorgen sie selber im Schrank. Ich finde, sie sollen lernen, dass es für einen funktionierenden Haushalt jeden braucht und sie für ihre Sachen selber verantwortlich sind.

Hilfreich sind auch klare Regeln, wo welche Spielsachen über längere Zeit liegen bleiben dürfen. Bei uns gibt es eine Chaoszone, da darf die Hütte stehen oder die Eisenbahn auch mal länger aufgebaut bleiben. Dafür ist im Wohnzimmer "Null-Toleranz-Zone". Wird dort gespielt, muss anschliessend alles wieder weggeräumt werden. Dank dieser Regel, ist es jederzeit möglich, Besuch zu empfangen, oder sich zu einem Nickerchen auf dem Sofa niederzulassen.

Kaum ein Kind räumt gerne auf. Muss doch einmal das grosse Chaos beseitigt werden, hilft es, wenn die Aufräumerei in überschaubare Tranchen eingeteilt wird. Da kann eine Karte mit 8 bis max. 10 Feldern zum Abkreuzen eine Hilfe sein. Wenn alle Felder abgekreuzt sind, gibt es eine Belohnung. Oder immer nach zwei Feldern ein Gummibärchen. Oder wie auch immer, das kann mit den Kindern ausgehandelt werden. Wichtig ist dann aber, dass die Aufgaben nicht zu gross sind. Fürs erste Feld muss das Kind zum Beispiel alle herum liegende Kleidung wegräumen. Fürs zweite Feld allen Abfall einsammeln. Fürs dritte Feld die Gegenstände unter dem Bett wegräumen. Fürs vierte Feld die Ecke hinter der Türe aufräumen und so weiter. Es ist erstaunlich, wie viel besser das Aufräumen klappt, wenn die Aufgabe überblickbar wird. Das erfordert zwar von mir als Mutter Einsatz, doch ich schone damit meine Nerven massiv...

Dienstag, 25. April 2017

Ausmist-Kisten

Oft können sich Kinder nicht von alten Sachen trennen. Selbst wenn sie schon Monate nicht mehr verwendet worden sind. Und es gibt Tränen, wenn beim Ausmisten ein Gegenstand weggeworfen werden soll. Doch auf die Ausmist-Kiste lassen sie sich gerne ein. Sie ist weniger endgültig und funktioniert so: In eine Kartonkiste kommen alle Dinge, bei denen das Kind unsicher ist, ob es diese noch braucht. Die Kiste kommt anschliessend mit Datum versehen in den Keller. Jeder Gegenstand, der innerhalb eines Jahres vermisst wird, darf wieder geholt werden. Nach einem Jahr wird die Kiste mitsamt Inhalt entsorgt. Ganz selten wird da noch etwas rausgeholt...

Das funktioniert übrigens auch bei grossen Leuten, die sich nicht von Dingen trennen können...


Sonntag, 5. März 2017

Spielzeug - Weniger ist mehr


Wer Kinder hat, hat auch viel Material. An Spielsachen mangelt es in unsern Breitengraden meistens nicht. Doch weniger ist mehr. Sind die Kinder mit Spielsachen überhäuft, sind sie nicht zufriedener. Im Gegenteil, die Menge überfordert die Kinder oft. Und nicht selten haben die schönen Spielsachen den Reiz schon längst verloren. Geht es dann noch ans Aufräumen sind nebst den Kindern auch die Mütter regelmässig überfordert. Das Resultat sind Tränen, Ärger und blanke Nerven. Abhilfe kann eine Reduzierung der Spielsachen schaffen. Dazu braucht es praktische, stapelbare Kisten. Die werden angeschrieben: Autos, Legos, Playmobil, Eisenbahn usw. Mindestens die Hälfte der Kisten kommt auf den Estrich oder in den Keller. Der Spielraum der Kinder wird dadurch überblickbarer. Die Kinder dürfen auf Wunsch Kisten austauschen. Aber nicht einfach nur holen, sondern austauschen! Da müssen also erst alle Legos in der Kiste verpackt sein, bevor die Eisenbahn aus dem Estrich geholt werden darf. Interessant, wie schnell und motiviert so die Aufräumerei plötzlich wird. Auch bei Büchern empfiehlt es sich, einen Teil für einige Monate wegzuräumen. Die Bücher sind dann wieder aktuell und spannend, wenn sie hervor geholt werden (natürlich nicht ohne wieder andere wegzuräumen…). Ein Prinzip, das sowohl Kinder wie auch Eltern glücklicher macht…


Dienstag, 14. Februar 2017

Haushalt mit kleinen Kindern

Wer kleine Kinder zu Hause hat, für den ist der Haushalt eine echte Challenge. Ist noch ein besonders anstrengendes Modell dabei, wird er zu einem Ding der Unmöglichkeit. Doch auch hier gibt es praxiserprobte Tipps, damit der Alltag nicht im Chaos versinkt.

Hast du ein Baby oder ein Kleinkind, das in der Nacht nicht durchschläft? Dann achte darauf, dass du den Haushalt nicht dann machst, wenn das Kind schläft. Diese Zeit brauchst du nämlich unbedingt, um die bitternötige Kraft zu tanken. Die Kleinkinderzeit ist ein Ausnahmezustand, der vorbei geht. Also erlaube dir, dass deine Wohnung auch entsprechend aussehen darf. Versuche die meisten Arbeiten dann zu machen, wenn das Kind wach und aktiv ist. Den 5-Minuten-Lauf (siehe entsprechender Beitrag) kannst du gut auf den ganzen Tag verteilen. Immer wenn das Baby fünf Minuten zufrieden ist, kannst du dir wieder einen Raum vornehmen. Ich bin ein Fan von Tragetuch, Ergo Baby Carrier oder vom Manduca. Unzufriedene und anstrengende Kleinkinder können damit leicht auf den Rücken gepackt werden und sind dann zufrieden. Kochen, Wäsche aufhängen, Putzen, Einkaufen, ja sogar Gartenarbeit werden plötzlich möglich. So können viele Arbeiten mit einem zufriedenen Kind erledigt werden, ohne dass die Schlafphasen für den Haushalt geopfert werden müssen.

Sobald die Kinder laufen, können sie in die Hausarbeit einbezogen werden. Ein nasser Putzlappen oder ein Besen in der Hand und schon kann es losgehen. Die meisten Kinder werden das gerne tun, auf ihre Art. Auch eine einfache Sprühflasche mit reinem Wasser drin und ein Microfasertuch kann bereits die Kleinsten zum Fenster putzen animieren. Was für ein Spass! Das Resultat ist zweitrangig…

Natürlich dauert mit Kleinkindern alles länger. Das darf es auch. Die gute Nachricht ist aber, dass die Kinder beschäftigt sind und du als Mutter die Schlafzeiten der Kinder als Ruhepause nutzen kannst.
Versuche den 5-Minuten-Lauf täglich einzubauen. Daneben setzt du dir für jeden Tag nur eine einzige Priorität (z.B. Arztbesuch oder Wäsche oder Boden aufnehmen) und versuche diese zu erledigen. Mehr ist illusorisch. 

Am Abend freue dich über das, was du geschafft hast, statt dich über das zu ärgern, was liegen geblieben ist! 


Sonntag, 29. Januar 2017

Nach meinen Massstäben...

Noch einmal ein Wort zum Putzen. Wann putzt du? So häufig, wie "man" das muss? Oder dann, wenn du es willst oder für nötig hältst? Wenn wir etwas genauer darüber nachdenken, so stellen wir fest, dass auch unser Putzverhalten viel mit unserer Prägung zu tun hat. Man hat doch gelernt, dass man die Küche einmal pro Woche feucht aufnimmt. Oder man hat gelernt, die Bettwäsche alle zwei Wochen zu wechseln. Oder man macht doch im Frühjahr den Frühjahrsputz. Oft übernehmen wir so gängige Regeln, die "man" eben so macht. Aber entspricht das auch unserem eigenen Bedürfnis und unserer eigenen Überzeugung?

Ich habe mich von diesem "man" verabschiedet. Man muss gar nichts. Ausser Sterben. Ich putze dann, wenn ich es für nötig erachte. Und ich putze, wenn ich einen eindeutigen Unterschied vom Vorher zum Nachher sehen kann. Also sauge ich die Böden nur. Und wenn sie dann wirklich schmutzig sind, so sehe ich das. Es beginnt mich zu stören und dann putze ich sie. Ich tue das, weil ich jetzt wieder saubere Böden will. Und nicht weil Oma, Mutter oder die Hauswirtschaftslehrerin gesagt hat, dass man so und so häufig die Böden putzen muss. Auch die Schränke werden geputzt, wenn sie es nötig haben und nicht weil jetzt der Frühjahrsputz fällig ist.

Ich lege meinen Massstab an Sauberkeit selber fest. Ich entscheide, wann und wie häufig ich putze. Und ich muss damit niemandem gefallen. Es ist mir egal, ob es die Nachbarin auch so macht. Meine Aufgabe ist, eine Zuhause für meine Familie zu schaffen. Für meine Familie und nicht für "man".


Mittwoch, 18. Januar 2017

Gutes Putzmaterial ist die halbe Arbeit

Mit gutem Putzmaterial geht die Arbeit leichter. Da lohnt sich eine Investition, dafür ist schon die  halbe Putzfrau eingespart...

Fenster putzen geht mit Microfasertuch und Abziehschaber leicht und schnell, ausser man hat alte Fenster mit kleinen Unterteilungen... Fenster putzen wird immer rausgeschoben? Wieso nicht auch da in kleine Häppchen aufteilen? Zum Beispiel jede Woche drei bis vier Fenster putzen. Oder immer nur eines während das Mittagessen im Kochtopf gar wird. Schon bald sind alle sauber.

Ein guter Schaber, ein leistungsfähiger Staubsauger, ein guter Schwamm fürs Bad, Microfasertücher - diese Investitionen lohnen sich langfristig. Sie sind langlebiger als Billigprodukte und oft wird dann auch weniger Putzmittel gebraucht.